Omar Zoboli Oboist - Biographie

Omar Zoboli wurde in Modena (Italien) geboren. Sein Oboenstudium absolvierte er bei Sergio Possidoni, Heinz Holliger und - für die Barockinstrumente - bei Paul Dombrecht. Entscheidende Impulse erhielt er auch von Nikolaus Harnoncourt und Frans Brüggen. Philosophie-Studium an der Universität in Bologna. 1978 gewann er den 1. Preis am Internationalen Musikwettbewerb in Ancona und am Italienischen Rundfunkwettbewerb für junge Künstler in Turin.

 

Omar Zoboli machte vor allem durch seine Schallplatteneinspielungen auf sich aufmerksam — insbesondere durch die Aufnahmen mit Werken von Pasculli, dem "Paganini der Oboe". Seither festigte sich sein Ruf als außergewöhnlicher Musiker durch weltweite Konzerttätigkeit mit Spitzenorchestern (wie Suisse Romande Genf, Tonhalle Zürich, Kammerorchester Basel, Radio Lugano, Italienischer Rundfunk RAI, Pomeriggi Musicali und Verdi Mailand, Radio Krakau am Warschauer Herbst, Rotterdam Philharmonic) und Auftritten bei bedeutenden Festivals. Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet sich Omar Zoboli mit Begeisterung der Kammermusik, vom Barockensemble mit historischen Instrumenten bis zum großen modernen Bläser-Streicher-Ensemble.

 

Er hat eine DVD (Lebrun-Konzert, Dirigent Frans Bruggen) sowie Solo- und Kammermusik-Literatur aus 3 Jahrhunderten in zahlreichen LPs und CDs eingespielt (Harmonia Mundi, Teldec, Koch-Schwann, Claves, Divox, Accord, Stradivarius, Ex Libris, Jecklin, Pan Classics etc.).

1982 gründete er das Ottetto Classico Italiano (Bläseroktett), mit dem er in ganz Europa auftrat.

Er hat ihm gewidmete Werke von Komponisten wie Bussotti, Castiglioni, Glass, Gaudibert, Hoch, Lucchetti, Mosca, Möschinger, Pagliarani und Possio uraufgeführt.

 

Als Solo-Oboist hat Omar Zoboli im Rundfunk-Orchester Neapel, im Orchestra della Radio Svizzera Italiana in Lugano, im Sinfonie-Orchester St. Gallen und im Kammerorchester Basel gewirkt; mit Barock- und Klassischen Oboen u.a. im Concentus Musicus Wien (Harnoncourt), im Giardino Armonico (Antonini), im Scintilla Orchester Zürich und bei den Barocchisti (Fasolis).

Seit 1991 tritt er mit eigenen Projekten auch als Dirigent von Orchestern und grossen Bläserensembles auf, mit grossem Erfolg bei den Orchestermusikern, dem Publikum und der Kritik.

 

Er gibt regelmässig Fortbildungskurse in England (London Royal College und Royal Akademy of Music, Manchester, Birmingham), Spanien, Deutschland, Schweden, Italien, in der Tschechischen Republik, in der Schweiz, in China und Südamerika.

Seit 1988 ist er Professor (Konzertausbildungsklasse Oboe sowie Kammermusik) an der Hochschule für Musik Basel.

 
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